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Programm Symposium GSI


Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann, Geschwister-Scholl-Institut, Uni München

Wissenschaftliches Symposion im Rahmen des Philosophischen Rau(s)chsalons
Ort des Symposions: Oettingenstr. 67  Raum L 155
Samstag 4. November, Beginn 14h-23h; Sonntag 5. November 12h-20h


zum Thema:

Revolution 100 Years After – System, Geschichte, Struktur, Performanz einer politisch ökonomischen Theorie

Die blutigen Revolutionen in den letzten beiden Jahrhunderten haben die romantische Hoffnung auf eine gewaltgestützte Humanisierung der modernen Gesellschaft verblassen lassen. Trotzdem beseelt einerseits der Traum einer schnellen umfassenden Gesellschaftsveränderung auch 100 Jahre nach der Oktoberrevolution immer noch viele Gemüter. Andererseits spekulieren gar nicht wenige mit jenem von Marx erwarteten Zusammenbruch des Kapitalismus, jüngst beispielsweise Paul Masons Postkapitalismus. Marx hat denn auch die politisch ökonomischen Theorien der Revolution nachhaltig geprägt, wiewohl er damit nach Pierre Bourdieu den Revolutionsbegriff in die Irre führte. Das Symposion soll diese Sachlagen reflektieren und vor allem danach fragen, welche Rolle die Idee der Revolution heute noch spielt.

Das wissenschaftliche Symposion schließt damit an eine Reihe von Vorträgen im Philosophischen Rau(s)chsalon an, die unter dem Titel Vergesst nicht . . . ! . . . die Revolution – Der philosophische Rau(s)chsalon 2013-2015 Bd. 2 – Baumann 13 (Edition fatal 2017) publiziert werden. Der Philosophische Rau(s)chsalon ist eine geschlossene Gesellschaft, die in 10 Jahren 55 Mal tagte.

Das Symposion steht allen Interessierten offen und wendet sich insbesondere an Lehrende und Studierende der LMU sowie der anderen Münchner Hochschulen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wer auf dem Symposion vortragen möchte, wendet sich bitte an:

hmschmann@gsi.lmu.de

Ort des Symposions: Oettingenstr. 67  Raum L 155

Zeit: Samstag 4. November, Beginn 14h-23h; Sonntag 5. November 12h-20h

Das Symposion wird keinen festen Zeitplan haben. Nur die Reihenfolge der Vorträge wird ca. 4 Wochen
vor der Tagung festgelegt und publiziert auf den Webseiten:

http://www.gsi.uni-muenchen.de/personen/aplprof_pd/schoenherr-mann/index.html

http://schönherr-mann.de/


Für die einzelnen Vorträge mit Diskussion gibt es keine Zeitbegrenzung. Die Pausen zwischen den Vorträgen werden jeweils festgelegt.
Das Symposion endet am Samstag 4. November spätestens um 23h. Bei Bedarf wird das Symposion am Sonntag 5. November um 12h fortgesetzt.
Ende des Symposion spätestens 20h.


 

Vorläufige Reihenfolge der Vorträge:

Manuel Knoll: Aristoteles als Begründer der Theorie von politischen Revolutionen

Daniel Mirbeth: Ludwig XVI. und Nikolaus II. - sichtbares und unsichtbares Verschwinden der Monarchie.

Dominik Lehmann: Zum Ursprung und der Entwicklung des Revolutionsbegriffs in China

Valentina Tulechov: Der moralische Minimalismus am Beispiel der Samtenen Revolution von 1989

Anil Jain: Fundamente revolutionärer Praxis: Widerspruch, Widerstreit, Widerstand.

Peter Seyferth: Waren die G20-Krawalle revolutionär? Die Rolle des Aufstandes für den Kampf um Herrschaftsfreiheit

Andrea Umhauer: (Un)Möglichkeiten von gewaltfreiem Widerstand

Linda Sauer: Biedermann und die Avantgarde. Vom bürgerlichen Erwachen des Widerstands

Mario Beilhack: Die Angst vor der Terreur - über das bürgerliche Unbehagen mit der Revolution

Michael Bräustetter, Maximilian Hartung: Disruption - Jubiläum einer Theorie?

Markus Penz, Kelly Ortega: Entschleunigung der Revolution

Michael Löhr: "Revolution als medialer Sprung. McLuhans medientheoretische Geschichtsphilosophie"

Hans-Martin Schönherr-Mann: Was heißt friedliche Revolution?